Wenn Aufforstung Wurzeln schlägt
Wo früher Weideland oder brachliegende Flächen das Landschaftsbild prägten, wachsen heute vielfältige Mischwälder. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Nicaragua haben ihre Flächen in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt wiederbewaldet und damit neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen. Wir begleiten sie dabei mit langfristiger Unterstützung und fachlicher Expertise. Doch mit der Pflanzung begann erst die eigentliche Erfolgsgeschichte: Aus den jungen Setzlingen sind inzwischen stabile Wälder geworden, die Kohlenstoff speichern, Böden vor Erosion schützen und Wasser in der Landschaft halten. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, die Folgen der Klimakrise wie Dürren und Starkregen abzumildern – und schaffen neue Perspektiven für die Menschen, die sie nachhaltig bewirtschaften.
Steckbrief
Ziel des Projekts
Mit Bäumen gegen die Klimakrise
Standort
Nicaragua (v.a. in den Departmentos Boaco und Estelí)
Die Kooperation ist fortlaufend. Die folgenden Kennzahlen beziehen sich auf eine konkrete Pflanzperiode (2020-2022):
- Größe: 768,75 ha
- Anzahl unterstützter Projektflächen: 248
- Anzahl Baumsetzlinge: 1.283.700
- Initiierte Einbindungsleistung: 230.429 tCO2e über 50 Jahre
Projekttyp
(Wieder-)Aufforstung
Projektpartner
APRODEIN und Taking Root
Start der Zusammenarbeit
2009
Projektstandard
Plan Vivo
Verifizierungsstelle
Aster Global Environmental Solutions, Inc.
Externe Ratings
Sylvera: Projekttyp ARR, Rating pA
Ein Wald, der Zukunft wachsen lässt
Die aufgeforsteten Flächen zeigen, was möglich wird, wenn Menschen selbst entscheiden können, wie sie den Folgen der Klimakrise begegnen. Die Familien bewirtschaften ihre Wälder eigenverantwortlich und schaffen sich damit ein langfristiges Einkommen – zunächst durch die Pflege der Bäume, später durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, bei der nie mehr Holz entnommen wird, als nachwächst. Durchforstungen fördern das Wachstum des verbleibenden Waldes und liefern Holz für langlebige Produkte oder Saatgut für neue Aufforstungen. So entsteht ein Kreislauf, der ökologische und wirtschaftliche Vorteile verbindet.
Eine dieser Flächen bewirtschaftet Mauricio Maradiaga Gonzales gemeinsam mit seiner Familie. Er hat sich bewusst dafür entschieden, auf Wald statt auf kurzfristige Erträge zu setzen. Heute wächst dort ein junger Mischwald, der Kohlenstoff speichert, Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten schafft und gleichzeitig die Lebensgrundlage seiner Familie stärkt.
Die heute abgeschlossenen Projektflächen zeigen, dass Klimaschutz dann besonders wirksam ist, wenn die Menschen vor Ort selbst entscheiden, wie sie ihre Zukunft gestalten. Sie schaffen Wälder, sichern ihre Lebensgrundlagen und leisten einen Beitrag gegen eine Klimakrise, die sie kaum verursacht haben. Sie dabei zu unterstützen, ist für uns eine Frage der Gerechtigkeit.
Spendenfortschritt
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