Wasser ist Leben
Mal rötlich, mal beige, mal braun – aber immer trocken, karg und staubig. So sah lange Zeit das Ackerland im südindischen Distrikt Chikballapur aus. Für Abdul Basheed und seine Familie, die hier früher Tomaten, Mais und Hirse anbauten, wurde der Klimawandel früh zur bitteren Realität: Die Regenzeiten des Sommermonsuns blieben zunehmend aus, die Ernten wurden immer kleiner. Heute hat sich das Bild gewandelt – wo einst karge Flächen lagen, wachsen heute grüne Fruchtbäume.
Die lokale Organisation Coolie Sangha – ein Zusammenschluss von Klein- und Kleinstfarmer:innen – eröffnet ihren Mitgliedern die Teilnahme am Bagepalli Aufforstungsprojekt, das wir mit unserer Expertise begleitet haben. Ziel war, die Anfälligkeit der Region für die Folgen der Klimakrise zu verringern. Statt einjähriger Feldfrüchte pflanzten die Farmer:innen Fruchtbäume wie Mango, Tamarinde und Cashew – eine Entscheidung, die sich über die Jahre vielfach ausgezahlt hat.
Steckbrief
Ziel des Projekts
Wiederaufforstung degradierter Flächen
von Kleinbäuerin:nen durch die Pflanzung
klimaangepasster Forst- und Nutzbaumarten
Standort
Bagepallí im Bundesstaat Karnataka in Indien
Bindung von
20.568 tCO2e
über eine Projektlaufzeit von 30 Jahren
Projekttyp
(Wieder-)Aufforstung, Agroforstwirtschaft
Projektpartner
ADATS (Agriculture Development & Training Society)
Zeitraum der Zusammenarbeit
2019-2021
Projektstandard
Gold Standard VER (Verified Emissions Reduction)
Die Bilanz spricht für sich
Die Bäume binden CO2, verbessern die Bodenqualität und schützen vor Erosion. Ihre Wurzeln halten das wenige Wasser im Boden und mindern die Folgen von Starkregen. Aus kargem Land wurden lebendige Obstgärten, die jährlich Früchte tragen und den Familien regelmäßige Einkünfte sichern – ergänzt durch Einnahmen aus CO2-Zertifikaten.
Auch sozial hat sich viel bewegt: Immer mehr Farmer:innen entscheiden sich für Fruchtbäume, junge Menschen kehren aufs Land zurück, und über die gemeinsame Arbeit ist eine starke Gemeinschaft entstanden, in der Kastenzugehörigkeit in den Hintergrund tritt.
Abdul Basheed und seine Familie sind seit 2005 dabei. Mit den Erträgen ihrer Mangobäume konnten sie eine Krankenhausrechnung und die Schulgebühren ihrer Enkelkinder bezahlen. Sein Fazit, im Schatten seiner Bäume: „Wir hätten uns nie vorstellen können, dass die Leute für saubere Luft Geld bezahlen.“
Ein Projekt, das zeigt eindrucksvoll zeigt, was möglich wird, wenn lokales Engagement und gezielte Aufforstung zusammenkommen.
2019-2021 Spendenfortschritt
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