Projektgebiet:

Kibale Nationalpark im Südwesten Ugandas

Projektart und Zertifizierung:

Wiederaufforstung von degradierten Regenwaldflächen
VCS  (Verified Carbon Standard) / CCBS (Climate, Community and Biodiversity Standard)

CO2-Einbindung:

228.962 Tonnen

Hintergrundinfos:

 

Aufforstung zur Rückkehr der Regenwaldvegetation

Auf den degradierten Flächen des Kibale Nationalparks breitet sich vor allem das schnellwüchsige Elefantengras aus. In dem sehr hohen (Menschengröße übersteigenden) Gras haben die heimischen Baumarten keine Chance, sich auf natürlichem Wege wieder anzusiedeln. Durch gezielte Wiederaufforstungen gelingt es jedoch, die Rückkehr der Regenwaldvegetation und der damit verbundenen Artenvielfalt zu ermöglichen. Das ist zuvor in keinem anderen zentralafrikanischen Land gelungen. Neben der Auswahl der richtigen Baumarten gehören sachgerechte Pflege und effektiver Feuerschutz zu den Maßnahmen, die zur Wiederherstellung des Ökosystems ergriffen werden. Für die Menschen vor Ort bietet das Projekt daher verschiedene Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten im Forstbereich. Um den Wald außerdem vor einer künftigen Übernutzung zu schützen, werden zusätzlich alternative Einkommensmöglichkeiten für die Bevölkerung vor Ort geschaffen.

Aktive Einbeziehung der lokalen Gemeinden

Viele Familien im Umland leben immer noch ausschließlich von dem, was sie auf ihren Feldern anbauen. Die politische Situation der Vergangenheit hat eine schwierige Gemengelage hinterlassen, die ein Hemmschuh für eine positive wirtschaftliche Entwicklung ist. Die einseitig von der Landwirtschaft abhängigen Menschen leiden vor allem darunter, dass Wildtiere aus dem Nationalpark ihre Felder zerstören. Eine Entschädigung durch die Regierung gibt es dafür nicht – daher ist der Beitrag des Projekts für diese Familien sehr wichtig. Gewählte Vertreter:innen aus den angrenzenden Dörfern entwickeln zusammen mit Projektmitarbeiter:innen effektive Lösungen. Aus Mitteln des Projekts wurde beispielsweise bereits die Erstellung von Elefantenschutzgräben finanziert – denn Elefanten können die Ernte einer ganzen Saison innerhalb von nur einer Nacht zerstören. Ein besonders vielversprechender Ansatz, der nun getestet wird, ist das Anlegen von Teefeldern. Da der Tee den Wildtieren nicht schmeckt, werden die Felder auch nicht von ihnen zerstört. Die Familien können sich durch den Tee-Anbau eine neue, nachhaltige Einkommensquelle schaffen.

Neue Perspektiven für die Natur und die Menschen

Hoffnung macht außerdem, dass der Park heute zahlreiche neue Einkommensmöglichkeiten durch den Ökotourismus bietet. Es sind bereits viele Lodges entstanden, deren Gäste betreut und verpflegt werden wollen. Alle, die ihr Einkommen durch den Park verbessern können– sei es als Waldarbeiter:in, als Naturführer:in oder durch den Verkauf von kleinen Kunstobjekten – werden zu Botschafter:innen für die Erhaltung des einzigartigen Ökosystems.

Stimmen aus dem Projekt

Und wer genau sind die Menschen hinter den Projekten? Hier finden Sie beipielhaft die Geschichten einiger Beteiligten, mit denen wir zusammenarbeiten.