Dank der Unterstützung der ContiTrade Austria GmbH wächst nun in Nicaragua ein neuer Wald heran. Das Departamento Madriz liegt im Nordwesten des Landes, an der Grenze zu Honduras. Hier, in der Nähe der Stadt Somoto, lebt der Kleinbauer Eliodoro Pineda mit seiner Familie auf der eigenen Farm. Bisher haben sie ihre Landfläche rein landwirtschaftlich genutzt. Weil die vielfältigen Nutzen eines Waldes eine große Bereicherung für die Familie darstellen, haben sie einen Teil ihres Landes nun aufgeforstet.

Der neue Wald umfasst 3.447 Bäume, welche sich über eine Fläche von 2,06 Hektar verteilen. Neben Nutzholzarten wie der Weißkopfmimose, dem Regen-Baum und dem Mandagual werden zahlreiche andere, standortgerechte Baumarten gepflanzt. Auf diese Weise entsteht auch ein artenreiches Biotop, in dem sich Tiere ansiedeln können.

Die Zusammenarbeit mit den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ist Teil einer Kooperation von PRIMAKLIMA, der sich immer mehr Bewohner ländlicher Gebiete Nicaraguas anschließen. Vor allem die nächste Generation, die Kinder der heutigen Bäuerinnen und Bauern, profitiert von dem Wald, wenn er in einigen Jahren Früchte und Holz liefert. Dabei werden zwar die Rohstoffe des Waldes genutzt, in seiner Gesamtheit bleibt dieser aber dauerhaft erhalten. Langfristig kann so durch die nachhaltige Nutzung der Wälder eine zusätzliche Einkommensquelle aufgebaut werden, ein wichtiges zweites Standbein in Zeiten unsicherer Ernten aufgrund des fortschreitenden Klimawandels.

In den ländlichen Gebieten Nicaraguas ist Landwirtschaft die wichtigste Einkommensquelle, das Bild ist geprägt von Kleinbauern wie Eliodoro, die mit ihren Familien ein Stück Land bewirtschaften. Dies wird jedoch immer schwerer: Böden werden zu trocken für eine Bewirtschaftung und Regengüsse kommen immer unregelmäßiger. Nach langen Trockenphasen führen starke Niederschläge wiederum regelmäßig zu Überschwemmungen und Bodenerosion. Wälder geben den Kleinbauernfamilien eine Möglichkeit, sich dieser Herausforderung zu stellen: Dank des Wurzelwerks kann der Boden deutlich mehr Wasser speichern und die Bäume in der kommenden Trockenzeit mit Wasser versorgen.

Natürlich ist der neue Wald auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Die neuen Bäume werden in den nächsten 50 Jahren rund 618 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre filtern und so das Weltklima entlasten.



Es fehlen noch 929 von 3.447 Bäumen