Einfacher Klimaschutz

Komplizierte Rechenmodelle, Prognosen über Jahrzehnte im Voraus – die Klimakrise klingt komplex und ist es auch. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Menschen für den Schutz unseres Klimas zu begeistern. Daher bieten wir allen eine einfache Möglichkeit, um Klimaschützer:in zu werden.

 

Emissionen vermeiden, reduzieren, kompensieren

Im Schnitt haben Menschen in Deutschland einen CO2-Fußabdruck von etwa 12 Tonnen jährlich – ca. ein Fünffaches von dem, was pro Person von der Weltbevölkerung ausgestoßen werden dürfte, um die Erderwärmung über 2° C zu verhindern.

Mit unserem persönlichen Verhalten können wir den Ausstoß von CO2 beeinflussen. Ob die Nutzung sauberer Energien, die Fahrt zur Arbeit mit dem Rad, die Vermeidung von (Kurzstrecken-) Flügen und Kreuzfahrten, der Kauf regionaler Produkte oder die Umstellung auf Recyclingpapier – es gibt zahlreiche kleine Ansätze, die großes Bewirken. Und den eigenen CO2-Fußabdruck verkleinern. Emissionen zu vermeiden und zu reduzieren sind die wichtigsten Leitlinien für alle (werdenden) Klimaschützer:innen. Aber was ist mit den verbleibenden Emissionen?

Durch die Pflanzung von Bäumen und den Schutz von Wäldern kann CO2 auf natürliche Weise eingebunden werden. Wertvolle Ökosysteme bleiben bestehen und neue Wäldern werden zu sicheren Lebensräumen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Wälder sind Multitalente – und unverzichtbare Partner im Kampf gegen die Klimakrise.

Mit Ihrer Spende an PRIMAKLIMA fördern Sie Klimaschutz für Mensch und Natur.

 

Warum wir ausschließlich mit Waldprojekten kompensieren

Viele unterschiedliche (gemeinnützige) Organisationen und Unternehmen bieten die Möglichkeit der CO2-Kompensation an, sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen. So unterschiedlich die sog. Kompensationsanbieter, so unterschiedlich sind auch die Arten der Kompensationsprojekte. Dabei wird zunächst zwischen technischen und naturbasierten Lösungen (sog. Nature-based Solutions) unterschieden.
Seit der PRIMAKLIMA-Gründung vor über 30 Jahren unterstützen wir ausschließlich solche naturbasierten Projekte; in erster Linie Aufforstungs- und Waldschutzprojekte. Warum?

Im Vergleich zu anderen Projektarten, wie z.B. der Errichtung von Wind- oder Wasserkraftanlagen, haben Waldprojekte die größten Zusatznutzen für Mensch und Natur. [1]

  • Wälder sind einzigartige Ökosysteme – die in vielen Regionen der Welt stark gefährdet sind. Unsere Projekte erhalten und fördern die Artenvielfalt und schaffen darüber hinaus nachhaltige Einkommen für die Menschen in den Projektregionen.
    Bei Waldschutzprojekten werden gerade solche Wälder geschützt, die einmalig sind und deren Zerstörung ein unwiderruflicher Verlust wäre. Hier leben vom Aussterben bedrohte Tierarten, somit gehören diese Gebiete zu den Hotspots der Biodiversität unserer Erde.
  • Wälder haben eine regulierende Wirkung: Sie sorgen für ein kühleres Mikroklima und schützen uns vor Dürren und Überschwemmungen. Weiter filtern Wälder die Luft, die wir atmen und Wasser, das wir trinken.
  • Wälder sind kulturell bedeutsam: Sie haben eine Erholungs- und Gesundheitsfunktion und tragen zu einer nachhaltigen touristischen Wertschöpfung bei. Die Menschen in Deutschland haben eine sehr enge Verbindung zu Wäldern. Spaziergänge durch Wälder helfen dabei Stress abzubauen und zur Ruhe zu kommen.

Hinzu kommt: Allein auf erneuerbare Energien zu setzen, wird der Dimension des Problems nicht gerecht. Denn die Entwaldung sorgt weltweit für etwa 10% der Treibhausgasemissionen. [2]

Betrachtet man auch die folgende Nutzung der gerodeten Flächen, erhöht sich dieser Wert nochmals deutlich.

Eine nachhaltige Kompensation von Treibhausgasen funktioniert über die zertifizierte Minderung oder Einbindung von CO2-Emissionen. Beides ist wichtig, damit wir das 1,5 Grad-Ziel erreichen können. Mit unseren Waldprojekten können wir beide Wege auf natürliche Weise umsetzen. Bei Aufforstungsprojekten wird der Atmosphäre durch das Wachstum der Bäume CO2 entzogen und der Kohlenstoff dauerhaft gebunden. Bei unseren Waldschutzprojekten bewahren wir von der Rodung bedrohte Wälder. So bleibt der Kohlenstoff im natürlichen Wald gebunden. In beiden Projektarten wird die Klimaschutzwirkung durch externe Prüfer:innen begutachtet und mit hochwertigen CO2-Zertifikaten belegt.

Wie Wälder langfristig Kohlenstoff speichern und wie wir mit möglichen Risiken bei Aufforstungsprojekten umgehen, erfahren Sie hier bei den Fragen und Antworten zum Hintergrund unserer Arbeit.

 

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[1] https://www.goldstandard.org/articles/gold-standard-global-goals

[2]  https://www.rainforest-alliance.org/articles/relationship-between-deforestation-climate-change