Der voranschreitende Klimawandel stellt die deutschen Wälder vor eine große Herausforderung. Zunehmende Wetterextreme wie lange Dürreperioden im Sommer gefolgt von immer stärker werdenden Stürmen im Herbst belasten unsere Wälder mehr denn je. Nur heimische Mischwälder können solchen Extremereignissen standhalten, nicht heimische Monokulturen fallen oftmals dem Borkenkäfer zum Opfer. Gerade der heiße Sommer 2020 hat zu einem enormen Borkenkäferbefall geführt. Daher werden in unseren Projektregionen nur heimische und standortgerechte Laubbäume wie Rotbuche, Stieleiche, Bergahorn und Winterlinde gepflanzt.

Durch die Unterstützung des Studienkreises entsteht in Deutschland nun ein neuer Wald, der insgesamt 2.000 Bäume und etwa 1,2 Hektar umfasst. Der Wald erfüllt einen vielfältigen Nutzen für Mensch und Natur.

Es wird ein Mischwald aus heimischen Baumarten gepflanzt. Der standortgerechte Wald soll als natürlicher Wasserspeicher dem Hochwasserschutz dienen und nachhaltig zum Klimaschutz beitragen. Denn Aufforstung ist eine effektive und vor allem natürliche Maßnahme, um das Fortschreiten des Klimawandels zu mildern. Die Bäume nehmen im Laufe ihres Wachstums COauf und binden den Kohlenstoff. So wird die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre auf Dauer gesenkt. Auch die 2.000 neuen Bäume werden auf diese Weise in den nächsten Jahren ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Denn ein Hektar deutscher Mischwald bindet in 50 Jahren durchschnittlich 500 Tonnen CO2.

Zudem dient der neue Wald als Lebensraum für viele Vogel-, Insekten- und weitere Tierarten, wodurch er auch einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität in Deutschland leistet. Verschiedene Straucharten wie Haselnuss, Pfaffenhütchen und Gemeiner Schneeball säumen den Wald ein – so wird eine naturnahe Waldgestaltung geschaffen.



Es fehlen noch 2.000 von 2.000 Bäumen