Mit Unterstützung von Soroptimist International Deutschland - Club Itzehoe - soll in den nächsten Jahren in Nicaragua ein neuer Wald entstehen. Sinthia Skarleth Burgos Bermudez, eine Kleinbäuerin in der Nähe der Hauptstadt Boaco, bewirtschaftet dort gemeinsam mit ihrer Familie ein Stück Land. Dieses Land wird neuen Raum für Bäume bieten und von der Farmerin instand gehalten. Die ersten Bäume wurden Dank der Unterstützung des Clubs Itzehoe schon in die Erde gebracht.
Wie viele Flächen in der Region trägt auch ihr Grundstück die Folgen der intensiven Nutzung der vergangenen Jahrzehnte, bei der die langfristige Stabilität des Ökosystems oft zu kurz kam. Durch die Rodung ehemaliger Waldflächen und den Anbau von Monokulturen sind die Böden vielerorts ausgelaugt. In Zeiten starker Niederschläge kommt es zu Überschwemmungen und weiterer Erosion, während in Dürrephasen das Wasser fehlt.
Ein Wald kann hier als Ökosystem entscheidend unterstützen: Tiefreichende Wurzeln speichern große Wassermengen, mindern Überschwemmungen und machen den Boden widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit. Gleichzeitig erhalten zahlreiche Pflanzen- und Tierarten wieder Lebensraum und können zur Erholung eines stabilen, vielfältigen Ökosystems beitragen. Der geplante Wald bindet damit nicht nur CO₂, sondern sichert den Lebensunterhalt der Farmerin Sinthia Skarleth und stärkt die Region auch im Umgang mit den wachsenden Herausforderungen des Klimawandels. So entsteht ein Nutzen für die Familien vor Ort und zugleich für das Klima, was eine wichtige Grundlage für den langfristigen Projekterfolg darstellt.