Schon in der Planungsphase einer Aufforstung werden wichtige Weichen dafür gestellt, wie widerstandsfähig und zukunftssicher die Wälder einmal sein werden. Die Baumarten für die jeweilige Fläche auszuwählen, die Setzlinge aufzuziehen und die Fläche für die Pflanzung vorzubereiten stehen dafür an erster Stelle. Die Baumsetzlinge werden dann schonend gepflanzt und anschließend mehrere Jahre gepflegt und geschützt, bis sie robust und groß genug sind. All das sind essenzielle Schritte hin zu einem stabilen, lebendigen Wald. Ein Wald, der einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt leistet. Und vor allem ein Wald, der sicher und langfristig Kohlenstoff aus der Atmosphäre einbindet.  

Wunderwerk Wald

Gesunde Wälder sind wahre Multitalente. Und Verbündete im Kampf gegen Extremwetterereignisse, die es durch die Auswirkungen der Klimakrise immer häufiger gibt. Auch in Deutschland spüren wir inzwischen zunehmend, was das bedeutet. 

Nach gerade erst zurückliegenden Hitzewellen und Trockenzeiten, litten noch im Sommer 2021 viele Teile des Landes unter Hochwassern. Beispielsweise im Erzgebirge standen zahlreiche Orte unter Wasser – als Folge von Starkregen und Sturzfluten. Straßen waren teilweise nicht befahrbar, Keller überflutet. Die Auswirkungen waren zwar nicht so dramatisch wie in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, brachten aber erneut starke Schäden mit sich. In einer Region, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten schon mehrfach gegen verheerende Hochwasser kämpfen musste. 

Wenn starke Regenfälle auf Flächenversiegelungen treffen und erodierte Böden nicht genug Wasser aufnehmen können, sucht sich Wasser ungehindert seinen Weg. Aufforstungen können hier helfen die Wucht des Wassers abzumildern – denn durch die Porenbildung der Baumwurzeln kann Wasser wie in einem Schwamm aufgenommen werden. Und genau das sollen in Zukunft die neuen Bäume ermöglichen. 

Der kleine Ort Mauersberg liegt südlich von Chemnitz und erstreckt sich entlang eines Tals, dessen Bach im Norden dem Fluss Preßnitz zufließt. Als Lichterdorf Mauersberg bekannt, ist es vor allem zur Weihnachtszeit ein beliebtes Ausflugsziel. Und gehört zu den Regionen, in denen neue Wälder einen Teil zur Hochwasserprävention beitragen sollen. Denn nicht nur bei dem schwerwiegenden Hochwasser 2002 war auch Mauersberg stark betroffen. 

Ähnlich ist die Situation im nahegelegenen Ehrenfriedersdorf, das zum UNESCO-Welterbe ‚Montanregion Erzgebirge‘ gehört. Zwischen Chemnitz und Dresden gelegen, zeugen zahlreiche Bauwerke und Denkmäler von der einstigen Blütezeit des Bergbaus. Eine Epoche, die die Wirtschaft der Region stark angekurbelt, aber die Natur teilweise auch heftig in Bedrängnis gebracht hat. Große Waldflächen wurden damals gerodet.

Bergahorn, Traubeneiche und Roterle wurden neben weiteren Baumarten ganz gezielt für die besonderen und anspruchsvollen Standorte in Mauersberg und Ehrenfriedersdorf ausgesucht – und werden hier zu kostbaren Lebensräumen heranwachsen. Besonders die Zusammensetzung der Baumarten ist in Anbetracht der klimatischen Veränderungen enorm wichtig. Denn nur durchmischte, artenreiche und naturnahe Wälder haben im zukünftigen Klima eine echte Chance. 

Mit Bäumen gegen die Klimakrise 

Egal in welchem der Orte die Baumsetzlinge gepflanzt werden – die neuen Wälder wachsen in den nächsten Jahren zu natürlichen Kohlenstoffspeichern heran. Denn der für die Atmosphäre in großen Mengen schädliche Kohlenstoff ist in Form des Gases CO2 für die Wälder unentbehrlich. Zunächst als Rohstoff für die Photosynthese notwendig, fungieren die aus dem Kohlenstoff hergestellten Kohlenhydrate als Baustoffe für alle lebensnotwendigen Komponenten eines Baumes – und finden sich somit im Holz, der Rinde, den Wurzeln, Zweigen und Blättern wieder. Aber auch im Totholz am Boden und in der Humusschicht. Ein komplexes Zusammenspiel, das das Klima auf natürlichste Art entlastet. 

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie die Finanzierung eines Baumsetzlings an einem von insgesamt acht Standorten in Sachsen. 



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