Die neuen Mischwälder aus heimischen Baumarten entstehen in den Departements Esteli und Somoto im Norden Nicaraguas. Die Kleinbauern bzw. die Kleinbäuerin Wilfredo Jose Van de Velde Blandon, Candida Rosa Lazo Valle und Lester Tercero Prado pflanzen auf ihrem ehemalig landwirtschaftlich genutzen Land Bäume, da sie den vielfältigen Nutzen des Waldes zu schätzen wissen.

Neben Nutzholzarten wie der Weißkopfmimose, dem Regen-Baum und dem Mandagual, werden zahlreiche andere, standortgerechte Baumarten gepflanzt, wodurch die Wertschätzung des neuen Waldes deutlich gesteigert wird. Auf diese Weise wird außerdem ein artenreiches Biotop entstehen, in dem sich die Tiere ansiedeln können.

Die Zusammenarbeit mit den Kleinbauern ist Teil einer Kooperation von PRIMAKLIMA mit einer stetig wachsenden Zahl an Bewohnern ländlicher Gebiete Nicaraguas. Vor allem die nächste Generation, die Kinder der heutigen Bauern, profitiert von dem Wald, wenn er in einigen Jahren Früchte und Holz liefert. Dabei werden zwar die Rohstoffe des Waldes genutzt, in seiner Gesamtheit bleibt dieser aber immer erhalten. Langfristig kann so durch die nachhaltige Nutzung der Wälder eine zusätzliche Einkommensquelle aufgebaut werden, ein wichtiges zweites Standbein in Zeiten unsicherer Ernten aufgrund des fortschreitenden Klimawandels.

In den ländlichen Gebieten Nicaraguas ist Landwirtschaft die wichtigste Einkommensquelle, das Bild ist geprägt von Kleinbauern wie Alberto und Jaime, die mit ihren Familien ein Stück Land bewirtschaften. Dies wird jedoch immer schwerer: Böden werden zu trocken zur Bewirtschaftung und Regengüsse kommen immer unregelmäßiger. Nach langen Trockenphasen führen starke Niederschläge regelmäßig zu Überschwemmungen und Bodenerosion. Wälder geben den Kleinbauern eine Möglichkeit, sich dieser Herausforderung zu stellen: Dank des Wurzelwerks kann der Boden deutlich mehr Wasser speichern und die Bäume in der kommenden Trockenzeit mit Wasser versorgen.

Im Mittelpunkt in diesem Projekt steht aber natürlich der Klimaschutz. Der neue Wald filtert CO2 aus der Atmosphäre und entlastet somit das Weltklima. Der Wald entzieht der Luft jedes Jahr durchschnittlich etwa 36 Tonnen CO2.



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