In der Nähe der Gemeinde San Juan de Limay im Norden Nicaraguas, nicht weit von der Grenze zu Honduras entfernt, liegt die kleine Ortschaft Arado Quemado. Hier besitzt und bewirtschaftet die Familie des Kleinbauern Eusebio Calixto Espinoza Tercero eine eigene Farm. Ihre Flächen nutzte sie zuvor rein landwirtschaftlich, nun wächst dank der Unterstützung durch LeanIX darauf ein neuer Wald heran, der der Familie eine wertvolle neue Einnahmequelle sichert.

Der neue Wald erstreckt sich über ein Areal von einem Hektar Größe und umfasst 1.670 Bäume. Als Mischwald besteht er aus einer Vielzahl verschiedener standortgerechter Baumarten. So wachsen hier etwa Weißkopfmimose, Regen-Baum und Mandagual. Neben diesen Nutzholzarten werden zahlreiche weitere heimische Baumarten gepflanzt. Auf diese Weise entsteht ein artenreiches Biotop, in dem sich Tiere ansiedeln können.

Die Zusammenarbeit mit den Kleinbauern ist Teil einer Kooperation von PRIMAKLIMA, der sich immer mehr Bewohner ländlicher Gebiete Nicaraguas anschließen. Vor allem die nächste Generation, die Kinder der heutigen Bauern, profitiert von dem Wald, wenn er in einigen Jahren Früchte und Holz liefert. Dabei werden zwar die Rohstoffe des Waldes genutzt, in seiner Gesamtheit bleibt dieser aber dauerhaft erhalten. Langfristig kann so durch die nachhaltige Nutzung der Wälder eine zusätzliche Einkommensquelle aufgebaut werden, ein wichtiges zweites Standbein in Zeiten unsicherer Ernten aufgrund der fortschreitenden Klimakrise.

Ein Großteil der Bevölkerung Nicaraguas lebt in erster Linie von der Landwirtschaft. Das Bild ist geprägt von Kleinbauern wie Eusebio, die mit ihren Familien ein Stück Land bewirtschaften. Dies wird jedoch immer schwerer: Böden werden zu trocken für eine Bewirtschaftung und Regengüsse kommen immer unregelmäßiger. Nach langen Trockenphasen führen starke Niederschläge wiederum regelmäßig zu Überschwemmungen und Bodenerosion. Wälder geben den Kleinbauern eine Möglichkeit, sich dieser Herausforderung zu stellen: Dank des Wurzelwerks kann der Boden deutlich mehr Wasser speichern und die Bäume in der kommenden Trockenzeit mit Wasser versorgen.

Nicht zuletzt ist der neu heranwachsende Wald ein essenzieller Beitrag zum Schutz unseres Klimas. Aufforstung ist eine effektive Maßnahme, um das Fortschreiten des Klimawandels zu mildern. Bereits während seines Wachstums hat der Wald positive Auswirkungen auf die Umwelt. Die Bäume nehmen CO2 auf, binden den Kohlenstoff in ihrer Biomasse und geben den für uns lebenswichtigen Sauerstoff ab - während die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre gesenkt wird. Der LeanIX-Wald in Nicaragua entzieht der Luft jedes Jahr durchschnittlich etwa 6 Tonnen CO2.

 



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