Der neue Wald entsteht im Departement Somoto im Norden Nicaraguas. Hier, in der Nähe der Gemeinde Las Cruces, leben der 56-jährige Kleinbauer Silvio José López Blandino und seine Frau zusammen mit vier Kindern auf ihrer Farm. Auf dem ehemalig rein landwirtschaftlich genutzten Land pflanzen sie nun Bäume, da sie den vielfältigen Nutzen des Waldes zu schätzen wissen.

Die Fläche, auf der dank davines | FPE nun 2.322 neue Bäume heranwachsen, umfasst knapp einen Hektar. Neben Nutzholzarten wie der Weißkopfmimose, dem Regen-Baum und dem Mandagual werden zahlreiche andere, standortgerechte Baumarten gepflanzt. Auf diese Weise entsteht ein artenreiches Biotop, in dem sich Tiere ansiedeln können.

Die Zusammenarbeit mit den Kleinbauern ist Teil einer Kooperation von PRIMAKLIMA, der sich immer mehr Bewohner ländlicher Gebiete Nicaraguas anschließen. Vor allem die nächste Generation, die Kinder der heutigen Bauern, profitiert von dem Wald, wenn er in einigen Jahren Früchte und Holz liefert. Dabei werden zwar die Rohstoffe des Waldes genutzt, in seiner Gesamtheit bleibt dieser aber dauerhaft erhalten. Langfristig kann so durch die nachhaltige Nutzung der Wälder eine zusätzliche Einkommensquelle aufgebaut werden, ein wichtiges zweites Standbein in Zeiten unsicherer Ernten aufgrund des fortschreitenden Klimawandels.

In den ländlichen Gebieten Nicaraguas ist Landwirtschaft die wichtigste Einkommensquelle, das Bild ist geprägt von Kleinbauern wie Silvio, die mit ihren Familien ein Stück Land bewirtschaften. Dies wird jedoch immer schwerer: Böden werden zu trocken für eine Bewirtschaftung und Regengüsse kommen immer unregelmäßiger. Nach langen Trockenphasen führen starke Niederschläge wiederum regelmäßig zu Überschwemmungen und Bodenerosion. Wälder geben den Kleinbauern eine Möglichkeit, sich dieser Herausforderung zu stellen: Dank des Wurzelwerks kann der Boden deutlich mehr Wasser speichern und die Bäume in der kommenden Trockenzeit mit Wasser versorgen.

Natürlich ist der neue Wald auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Die neuen Bäume filtern CO2 aus der Atmosphäre und entlasten somit das Weltklima.



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