Im Department León, rund 40 km nordwestlich des Managuasees, lebt die Familie von Lidia Estebana Valverde Mendoza auf Ihrer Farm. Auf einer einst rein agrarisch genutzten Fläche pflanzt sie heute dank CompuGroup Medical Deutschland AG 3.500 neue Bäume und lässt einen neuen Wald entstehen.

Das neu entstehende Ökosystem erstreckt sich auf einer Fläche von rund zwei Hektar. Neben Nutzholzarten wie der Weißkopfmimose, dem Regen-Baum und dem Mandagual werden zahlreiche andere, standortgerechte Baumarten gepflanzt. Auf diese Weise entsteht ein artenreiches Biotop, in dem sich viele Tiere und andere Organismen ansiedeln können.

In den ländlichen Gebieten Nicaraguas ist Landwirtschaft die wichtigste Einkommensquelle, das Bild ist geprägt von Kleinbauernfamilien, wie der von Lidia, die ein Stück Land bewirtschaften. Dies wird jedoch immer schwerer: Böden werden zu trocken für eine Bewirtschaftung und Regengüsse kommen immer unregelmäßiger. Nach langen Trockenphasen führen starke Niederschläge wiederum regelmäßig zu Überschwemmungen und Bodenerosion. Wälder geben den Kleinbauernfamilien eine Möglichkeit, sich dieser Herausforderung zu stellen: Dank des Wurzelwerks kann der Boden deutlich mehr Wasser speichern und die Bäume in der kommenden Trockenzeit mit Wasser versorgen.

Die Zusammenarbeit mit den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ist Teil einer Kooperation von PRIMAKLIMA, der sich immer mehr Bewohner:innen ländlicher Gebiete Nicaraguas anschließen. Vor allem die nächste Generation, die Kinder der heutigen Bäuerinnen und Bauern, profitiert von dem Wald, wenn er in einigen Jahren Früchte und Holz liefert. Dabei werden zwar die Rohstoffe des Waldes genutzt, in seiner Gesamtheit bleibt dieser aber dauerhaft erhalten. Langfristig kann so durch die nachhaltige Nutzung der Wälder eine zusätzliche Einkommensquelle aufgebaut werden, ein wichtiges zweites Standbein in Zeiten unsicherer Ernten aufgrund des fortschreitenden Klimawandels.

Natürlich leistet der neue Wald auch seinen Beitrag zum Klimaschutz. Die neuen Bäume werden in den nächsten 50 Jahren rund 600 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre filtern und so das Weltklima entlasten.



Es fehlen noch 3.044 von 3.500 Bäumen