Der Klimawandel – tägliche Herausforderung für die Kleinbauern in Nicaragua

Das Wohl der Menschen im zweitärmsten Land Lateinamerikas ist mit der Natur eng verbunden. Mehr als 50% der nicaraguanischen Bevölkerung lebt direkt von der Landwirtschaft. Für zahlreiche Kleinbauern-Familien ist der Ertrag ihrer Felder die einzige Einkommensquelle. Überschwemmungen und ungewöhnlich lange Trockenzeiten, die mit dem Klimawandel immer häufiger auftreten, werden zu lebensbedrohlichen Ereignissen.

Neue Wälder – neue Perspektiven

Durch die Unterstützung von PRIMAKLIMA pflanzen diese Farmer nun Mischwälder an. Diese Wälder helfen nicht nur dabei, das globale Klima zu schützen. Sie sichern auch die Familien vor Ort wirksam vor den Folgen des Klimawandels ab. Die heimischen Baumarten brauchen nur wenig Pflege, um zu gedeihen – für die Bauern sind sie aber ein großer Gewinn. Die Familien erhalten für die Pflege und den Wachstumserfolg faire Prämien. Später ermöglichen die Bäume ihnen zusätzliche Einnahmen durch nachhaltige Forstwirtschaft.

Die Wurzeln der Bäume sorgen außerdem dafür, dass z.B. viel mehr Wasser im Boden gespeichert wird. So wird gegen Überschwemmungen in der Regenzeit und dem Verlust der Ernte in Dürrezeiten vorgesorgt. Die Bäume verhindern darüber hinaus Bodenabtragungen und machen die Erde durch die Speicherung von Nährstoffen fruchtbarer.

Weil mehr als 95% der nicaraguanischen Bevölkerung zum Kochen die Öfen mit Holz befeuert, besteht ein enorm hoher Bedarf an Feuerholz. Auch hier helfen die neuen Wälder: Schnellwachsende Baumarten werden genutzt und schützen so alte Baumbestände vor der Abholzung. Der Einsatz holzsparender Öfen entlastet die Natur zusätzlich.

Die neuen Bäume in Nicaragua sind für die Kleinbauern ihre Lebensversicherung.