Allgemeine Fragen zu Ihrer Spende

Häufig gestellte Fragen

1. Was ist der Unterschied zwischen „Spenden“, „Bäume pflanzen“ und „CO2 ausgleichen“?

Spenden: Mit einer freien Spende unterstützen Sie die Arbeit von PRIMAKLIMA. Sie schenken uns Ihr Vertrauen, dass wir das Geld dort einsetzen, wo es die größte Wirkung erzielt. Der Klimaschutz steht dabei immer im Mittelpunkt - zudem unterstützen Sie auch die Verwaltungs- und Bildungsarbeit. 

Bäume pflanzen: Ihre Spende finanziert die Pflanzung von Bäumen in der gewählten Region und unterstützt somit die Schaffung neuer Wälder. Wenn Sie symbolisch einen oder mehrere Bäume verschenken möchten, können Sie gern die Option wählen, sich über die gespendete Baumzahl eine oder auch mehrere Urkunden per E-Mail zusenden zu lassen. Pro Spendenvorgang können bis zu 20 Urkunden ausgewählt werden – namentlich individualisiert. In der Regel stehen Ihnen unterschiedliche Projekte zur Wahl, so dass Sie bspw. für neue Bäume in Nicaragua oder Deutschland spenden können.
Unsere Aufforstungsflächen im Ausland (derzeit Nicaragua) sind immer zertifiziert, während Aufforstungen in Deutschland leider nicht entsprechend zertifiziert werden können, da die Bundesrepublik Deutschland die CO2-Einbindung durch deutsche Wälder bereits in die nationale Klimabilanz einbezieht – so auch automatisch die von PRIMAKLIMA initiierten Aufforstungen, (siehe weitere Informationen hierzu unter dem Punkt „Vermeidung von Doppelzählungen“).
Auch wenn bei dieser Art der Spende die CO2-Einbindung nicht primär im Vordergrund steht, leisten die neuen Waldflächen natürlich einen positiven Beitrag für unser Klima, filtern und speichern unser Grund- und Trinkwasser, bieten Wind- und Lärmschutz, Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, Einkommen für den Eigentümer und die lokale Bevölkerung. Und einen wichtigen Erholungsraum für uns Menschen.

CO2 ausgleichen: Mithilfe unseres CO2-Rechners können Sie genau ermitteln, wie groß Ihr persönlicher CO2-Fußabdruck ist und wo Sie bereits CO2 vermeiden. Die nicht vermeidbaren Emissionen können Sie im Anschluss ganz einfach mit PRIMAKLIMA in unseren zertifizierten Projekten kompensieren. Natürlich können auch nur Teilbereiche kompensiert werden, wie z.B. Flugreisen, Energieverbräuche oder auch eine Ihnen bereits bekannte Menge CO2, die Sie bereits auf andere Weise ermittelt haben.
Im Spendenvorgang können Sie gern die Option wählen, sich über die Menge der von Ihnen kompensierten Tonnen CO2 eine Urkunde erstellen zu lassen, die wir Ihnen nach Eingang der Spende per E-Mail zusenden.
Kompensationsspenden werden direkt für unser Aufforstungsprojekt in Uganda oder unser Waldschutzprojekt in Indonesien verwendet, die von unabhängigen Qualitätsstandards (Verified Carbon Standard und Gold Standard) speziell für diesen Zweck zertifiziert wurden. Die Zertifikate stellen neben Klimaschutz auch die nachhaltige Entwicklung der Projektstandorte sicher. Es handelt sich dabei um ältere, vorfinanzierte Pflanzungen, bei denen das CO2 nachweislich bereits eingebunden wurde. Die eigenen Emissionen werden also unmittelbar durch die Spende ausgeglichen und nicht erst in der Zukunft.
Ein Zertifikat ist nicht allgemein in eine bestimmte Anzahl von Bäumen übersetzbar, weshalb bei dieser Art der Spende auch nicht pauschal die Absorptionsleistung eines Baumes genannt werden kann. Basis der Berechnung sind die genauen Einbindungswerte für eine bestimmte Fläche über den jeweiligen Projektzeitraum. Aufgrund natürlicher Prozesse wächst jeder Baum unterschiedlich dick und hoch, einzelne Bäume setzen sich gegen andere durch und neue wachsen nach. Diese dynamischen Prozesse erfordern einen Gesamtblick auf den jeweiligen Wald und nicht die genaue Angabe der CO2-Einbindung pro einzelnem Baum.     
Jede Kompensation von einer Tonne CO2 endet bei PRIMAKLIMA mit der Stilllegung eines CO2-Zertifikats der o.g. Standards. Durch die Stilllegung ist garantiert, dass das Zertifikat nicht weiter genutzt werden kann. Weiterführende Informationen finden Sie hier.  


Für alle Spendenarten gilt, dass damit gemeinnützige Zwecke unterstützt werden. Die Definition einer Spende schließt den Erhalt eines direkten Gegenwerts für die Spender:innen aus. Das bedeutet auch, dass bei PRIMAKLIMA keine Bäume/Wälder gekauft werden können, sondern es sich immer um eine Spende handelt, die vorrangig für den von Ihnen gewählten Zweck eingesetzt wird. Bei Spendeneinnahmen, die über den Finanzierungsbedarf eines konkreten Projekts hinausgehen, wird die Spende für andere dringende PRIMAKLIMA-Projekte eingesetzt.

2. Wie verwendet PRIMAKLIMA die Spendeneinnahmen und wie wird sichergestellt, dass meine Spende im Projekt ankommt?

Ein Höchstmaß an Transparenz zu gewährleisten ist Kern unserer Vereinsarbeit. Dafür veröffentlichen wir jährlich unseren Tätigkeitsbericht, in dem wir über die Entwicklung des Vereins, unsere Finanzen sowie über unsere Projekte und Mitgliederversammlungen informieren. Zudem wird PRIMAKLIMA bereits seit 2010 jährlich mit dem Spendensiegel des Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) ausgezeichnet. Die unabhängige Prüfung durch das DZI gibt Auskunft über die Seriosität und Vertrauenswürdigkeit von Spendenorganisationen Dabei wird u.a. auch das Verhältnis von Ausgaben für Verwaltung/Werbung im Verhältnis zu reinen Projektausgaben genau beleuchtet. Die aktuellen Jahreswerte für PRIMAKLIMA finden Sie in unserem Tätigkeitsbericht. Im Jahr 2018 wurde PRIMAKLIMA darüber hinaus von der Stiftung Warentest mit der Gesamtnote „sehr gut“ ausgezeichnet (Zeitschrift Finanztest, März 2018). Weiterführende Informationen dazu finden Sie hier.

3. Für welche Projekte kann ich Bäume pflanzen?

Alle Projekte, an die im Zeitraum Ihres Spendenwunsches Spenden gerichtet werden können, sind in der Rubrik „Bäume pflanzen“ angegeben. Diese ist unter https://www.primaklima.org/baeume-verschenken/ zu finden. Sollte Ihr Wunschort hier nicht aufgelistet sein, können keine Spenden hierfür getätigt werden.

4. Ich möchte für ein deutsches Projekt spenden - wo finde ich dieses?

Alle Projekte, an die im Zeitraum Ihres Spendenwunsches Spenden gerichtet werden können, sind in der Rubrik „Bäume pflanzen“ angegeben: https://www.primaklima.org/baeume-verschenken/ . Sollte hier kein deutsches Projekt aufgelistet sein, können keine Spenden hierfür getätigt werden.

5. Welche Garantien habe ich, dass meine gespendeten Bäume auch tatsächlich gepflanzt werden?

PRIMAKLIMA ist ein gemeinnütziger Verein, der bereits seit 1991 Bäume im In- und Ausland pflanzt und in diesem Bereich sehr erfahren ist. Sie haben die Garantie, dass jeder Baum, für den Sie bei uns spenden, gepflanzt wird. PRIMAKLIMA akquiriert regelmäßig neue Aufforstungsflächen. Für diese einzelnen Flächen wird vorher die zu pflanzende Anzahl Bäume festgelegt. Im Folgenden werden nun so viele verschenkte Bäume gesammelt, bis die Fläche vollständig mit Bäumen „beschenkt“ ist. Im Anschluss werden die geplanten Flächen fachgerecht bepflanzt und anschließend in regelmäßigen Abständen begutachtet und gepflegt. Sollten bis zur geplanten Pflanzperiode noch nicht genügend Bäume gespendet sein, sichert PRIMAKLIMA die Aufforstung der Fläche durch eine Vorfinanzierung ab.

6. Was wird bei einer Baumspende verschenkt?

Es werden die Anschaffung und die Anpflanzung von Baumsetzlingen verschenkt. Außerdem wird durch die Spende die organisatorische Arbeit durch PRIMAKLIMA rund um die Pflanzungen ermöglicht. Die jungen Bäume selbst werden nicht tatsächlich verschenkt, vielmehr können die Beschenkten sich über den positiven Umwelteffekt freuen, den die in ihren Namen ermöglichte Anpflanzung von Bäumen hat.

7. Wem gehören die Bäume, die ich verschenke bzw. geschenkt bekommen habe?

Die jungen Bäume gehören den Beschenkten nur im ideellen Sinne. Die Baumurkunde bestätigt, dass die eingetragene Anzahl Setzlinge gepflanzt werden kann bzw. konnte.
Es ist ein symbolischer Akt, durch den es möglich wird, dass kleine Pflanzen von 30 bis 100 cm Länge über Jahrzehnte wachsen können – und in diesem Prozess ständig Kohlendioxid aufspalten und Sauerstoff in die Luft abgeben. Die verschenkten Bäume gehen in das Eigentum derjenigen Person über, die die Flächen für die Anpflanzungen zur Verfügung gestellt hat.

8. Welche Baumarten werden gepflanzt?

PRIMAKLIMA pflanzt artenreiche Mischwälder, die aus standortgerechten, überwiegend heimischen Baumarten bestehen und die am Pflanzort auch von Natur aus vorkommen würden.

9. Kann ich den Baumstandort über das Internet einsehen?

Auf Ihrer Urkunde finden Sie die individuelle Referenznummer Ihres Baumgeschenks. Diese können Sie auf unserer Website eingegeben und schauen, in welchem Projekt Ihre Bäume gepflanzt wurden.
Der exakte Standort Ihres Baumes kann leider nicht angezeigt werden. Die Kosten der Zuordnung jedes einzelnen Baumes zur jeweiligen Spende würden sehr hohe Verwaltungskosten verursachen und damit unserem Anspruch, die Spendengelder möglichst effizient und direkt in die Projekte fließen zu lassen, widersprechen.
Ein weiterer maßgeblicher Grund liegt in der Natur. Bei einer Aufforstung müssen immer deutlich mehr Bäume gepflanzt werden, als schlussendlich (nach 100 Jahren oder mehr) auf der Fläche verbleiben. Aufgrund natürlicher Einflüsse sterben schon in den ersten Jahren einige Bäumchen ab (und machen damit Platz für andere). Eine Zuordnung eines konkreten Baums wäre deshalb schwer umzusetzen. Wir sehen die Spende eines Baumes daher so, dass dieser Baum einen Beitrag dazu leistet, dass ein gesamter Wald entsteht.
Weitere Informationen zu den aufgeforsteten Flächen finden Sie hier.

10. Erwirbt PRIMAKLIMA Eigentum an Flächen?

Grundsätzlich nicht. Die Rechte der Eigentümer:innen an einer Fläche bleiben unberührt. Die Eigentümer:innen verpflichten sich lediglich in einem Vertrag mit PRIMAKLIMA, den Wald nachhaltig zu bewirtschaften. Auch an eventuellen Gewinnen aus nachhaltiger Forstwirtschaft ist PRIMAKLIMA nicht beteiligt. Allein die sogenannten Kohlenstoffrechte lässt sich PRIMAKLIMA vertraglich zuordnen.  

11. Wie wird sichergestellt, dass der Wald auch langfristig bestehen bleibt?

Unser Ziel ist es neue Wälder zu pflanzen, die nachhaltig und langfristig bestehen bleiben. Deshalb werden die Aufforstungsflächen nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit bewirtschaftet. Dies bedeutet, dass einzelne Bäume entnommen und als nachwachsender Rohstoff verwendet werden – aber niemals mehr, als auf natürlichem Wege nachwachsen kann. Die natürliche Regenerationsfähigkeit des Waldes wird so in jedem Fall sichergestellt.
Da Wälder unter anderem zum Hochwasser- und Bodenschutz beitragen und eine dauerhaft zusätzliche Einkommensquelle für die Menschen vor Ort darstellen, hat die lokale Bevölkerung ein großes Interesse an der Erhaltung und dem Schutz der aufgeforsteten Waldflächen.
Gerade in den Projektländern des Globalen Südens würde deshalb ein vollständiges Nutzungsverbot der Forstflächen eventuell zu Rodungen führen. Wichtig ist auch: Alle unsere Projekte werden gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt und geplant. Sie sind so konzipiert, dass die Projekte einen effektiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten und gleichzeitig einen essentiellen Mehrwert für die lokale Bevölkerung schaffen – Grundpfeiler für das dauerhafte Bestehen der Wälder. Alle internationalen PRIMAKLIMA-Projekte sind zudem nach anerkannten Qualitätsstandards zertifiziert. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
In Deutschland sind Wälder durch das Bundeswaldgesetz per se sehr gut geschützt. In Ausnahmefällen, die dazu führen, dass ein deutscher Wald einmal aufgrund eines gewichtigen Grundes weichen muss, müssen daher an anderer Stelle Flächen aufgeforstet werden.

12. Kann ich den Baum in Deutschland selber pflanzen?

Leider nein. Wir freuen uns, dass Sie bereit sind so viel Einsatz zu zeigen und selbst mitanpacken möchten. Damit das Anwachsen der kleinen Baumsetzlinge und die Entstehung eines neuen Waldes gesichert sind, arbeiten wir mit festen Kooperationspartnern zusammen, die langjährige Erfahrung mit Aufforstungsprojekten haben. Gepflanzt werden die Bäume aus biologischen Gründen immer im Frühjahr oder Herbst eines Jahres. Die Anleitung einzelner Privatpersonen zur Pflanzung eines Baumes wäre sehr zeit- und kostenintensiv und würde zwangsläufig dazu führen, dass Mehrkosten entstehen. Dies hätte zur Folge, dass Ihre finanzielle Unterstützung primär in den verwaltungstechnischen und organisatorischen Mehraufwand und nicht in die Entstehung neuer Wälder fließt.

13. Kann ich die Aufforstungsflächen besuchen?

In den ersten Jahren nach der Pflanzung sind die Flächen umzäunt, um sie vor Wildverbiss aber auch vor Betreten durch Menschen zu schützen. Die jungen Setzlinge sollen sich natürlich bestmöglich entwickeln. Mittels der Referenznummer auf Ihrer Baumurkunde können Sie aber schauen, wo sich die Fläche befindet, auf der die Bäume gepflanzt wurden. Weitere Informationen dazu finden Sie bei der Frage 8 „Kann ich den Baumstandort über das Internet einsehen?“.

Keine Antwort auf Ihre Fragen?

Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

PRIMAKLIMA e.V.
Steinhaus 1
51429 Bergisch Gladbach

E-Mail: info@primaklima.org
Telefon: 02204 - 508 94-00