FAQ Häufig gestellte Fragen

Fragen zu Spenden

1. Was ist der Unterschied zwischen „Spenden“, „Bäume pflanzen“ und „CO2 ausgleichen“?

Spenden: Mit einer allgemeinen Spenden unterstützen Sie die Arbeit des gemeinnützigen Vereins PRIMAKLIMA. Die Gelder werden an den jeweils nötigsten Stellen eingesetzt und fließen auch in die Verwaltung- und Bildungsarbeit.

Bäume pflanzen: Ihre Spende finanziert direkt die Pflanzung von Bäumen in der jeweiligen Region und somit die Schaffung neuer Wälder. Wenn Sie symbolisch einen oder mehrere Bäume verschenken möchten, können Sie gern die Option wählen, sich über die gespendete Baumzahl eine oder auch mehrere Urkunden per E-Mail zusenden zu lassen. Pro Spendenvorgang können bis zu 20 Urkunden ausgewählt werden – namentlich individualisiert. In der Regel stehen Ihnen unterschiedliche Projekte zur Wahl, so dass Sie bspw. für neue Bäume in Nicaragua oder Deutschland spenden können.
Unsere Aufforstungsflächen im Ausland (derzeit Nicaragua) sind immer zertifiziert, während Aufforstungen in Deutschland leider nicht entsprechend zertifiziert werden können, da die Bundesrepublik Deutschland die CO2-Einbindung durch deutsche Wälder bereits in die nationale Klimabilanz einbezieht – so auch automatisch die von PRIMAKLIMA initiierten Aufforstungen, (siehe weitere Informationen hierzu unter dem Punkt „Vermeidung von Doppelzählungen“).
Auch wenn bei dieser Art der Spende die CO2-Einbindung nicht primär im Vordergrund steht, leisten die neuen Waldflächen natürlich einen positiven Beitrag für unser Klima, filtern und speichern unser Grund- und Trinkwasser, bieten Wind- und Lärmschutz, Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, Einkommen für den Eigentümer und die lokale Bevölkerung. und einen wichtigen Erholungsraum für uns Menschen.

CO2 ausgleichen: Mithilfe unseres CO2-Rechners können Sie genau ermitteln, wie groß Ihr persönlicher CO2-Fußabdruck ist und wo Sie bereits CO2 vermeiden. Die nicht vermeidbaren Emissionen können Sie im Anschluss ganz einfach mit PRIMAKLIMA in unseren zertifizierten Projekten kompensieren. Natürlich können auch nur Teilbereiche kompensiert werden, wie z.B. Flugreisen, Energieverbräuche oder auch eine Ihnen bereits bekannte Menge CO2, die Sie bereits auf andere Weise ermittelt haben.
Im Spendenvorgang können Sie gern die Option wählen, sich über die Menge der von Ihnen kompensierten Tonnen CO2 eine Urkunde eine Urkunde erstellen zu lassen, die wir Ihnen nach Eingang der Spende per E-Mail zusenden.
Kompensationsspenden werden direkt für unsere Aufforstungsprojekte in Bolivien und Uganda verwendet, die von unabhängigen Qualitätsstandards (Verified Carbon Standard und Gold Standard) speziell für diesen Zweck zertifiziert wurden. Die Zertifikate stellen neben Klimaschutz auch die nachhaltige Entwicklung der Projektstandorte sicher. Es handelt sich dabei um ältere, vorfinanzierte Pflanzungen, bei denen das CO2 nachweislich bereits eingebunden wurde. Der_die Spender_in gleicht die eigenen Emissionen also unmittelbar durch die Spende aus und nicht erst in der Zukunft.
Ein Zertifikat ist nicht allgemein in eine bestimmte Anzahl von Bäumen übersetzbar, weshalb bei dieser Art der Spende auch nicht pauschal die Absorptionsleistung eines Baumes genannt werden kann. Basis der Berechnung sind die genauen Einbindungswerte für eine bestimmte Fläche über den jeweiligen Projektzeitraum. Aufgrund natürlicher Prozesse wächst jeder Baum unterschiedlich dick und hoch, einzelne Bäume setzen sich gegen andere durch und neue wachsen nach. Diese dynamischen Prozesse erfordern einen Gesamtblick auf den jeweiligen Wald und nicht die genaue Angabe der CO2-Einbindung pro einzelnem Baum.     
Jede Kompensation von einer Tonne CO2 endet bei PRIMAKLIMA mit der Stilllegung eines CO2-Zertifikats der o.g. Standards. Durch die Stilllegung ist garantiert, dass das Zertifikat nicht weiter genutzt werden kann. Weiterführende Informationen finden Sie hier.  
Für alle Spendenarten gilt, dass damit gemeinnützige Zwecke unterstützt werden. Die Definition einer Spende schließt den Erhalt eines direkten Gegenwerts für den_die Spender_in aus. Das bedeutet auch, dass bei PRIMAKLIMA keine Bäume/Wälder gekauft werden können, sondern es sich immer um eine Spende handelt, die vorrangig für den von Ihnen gewählten Zweck eingesetzt wird. Bei Spendeneinnahmen, die über den Finanzierungsbedarf eines konkreten Projekts hinausgehen, wird die Spende für andere dringende PRIMAKLIMA-Projekte eingesetzt.

2. Wie verwendet PRIMAKLIMA die Spendeneinnahmen und wie wird sichergestellt, dass meine Spende im Projekt ankommt?

Ein Höchstmaß an Transparenz zu gewährleisten ist Kern unserer Vereinsarbeit. Dafür veröffentlichen wir jährlich unseren Tätigkeitsbericht, in dem wir über die Entwicklung des Vereins, unsere Finanzen sowie über unsere Projekte und Mitgliederversammlungen informieren.
Zudem wird PRIMAKLIMA bereits seit 2010 jährlich mit dem Spendensiegel des Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) ausgezeichnet. Die unabhängige Prüfung durch das DZI gibt Auskunft über die Seriosität und Vertrauenswürdigkeit von Spendenorganisationen Dabei wird u.a. auch das Verhältnis von Ausgaben für Verwaltung/Werbung im Verhältnis zu reinen Projektausgaben genau beleuchtet. Die aktuellen Jahreswerte für PRIMAKLIMA finden Sie in unserem Tätigkeitsbericht.
Im Jahr 2018 wurde PRIMAKLIMA darüber hinaus von der Stiftung Warentest mit der Gesamtnote „sehr gut“ ausgezeichnet (Zeitschrift Finanztest, März 2018). Weiterführende Informationen dazu finden Sie hier.

3. Welche Baumarten werden gepflanzt?

PRIMAKLIMA pflanzt artenreiche Mischwälder, die aus standortgerechten, überwiegend heimischen Baumarten bestehen, die am Pflanzort auch von Natur aus vorkommen würden.

4. Wie viel CO2 kompensiert ein Baum?

Das ist leider schwierig pauschal zu beantworten – zum einen, weil unterschiedliche Baumarten unterschiedlich viel Kohlenstoff einbinden und zum anderen weil Bäume innerhalb ihrer unterschiedlichen Entwicklungsstadien verschiedene Mengen an Kohlenstoff einbinden. In den ersten Jahren binden die jungen Bäumchen zunächst nur relativ wenig CO2 ein. Sobald sie dann aber in die Höhe wachsen wird sehr viel CO2 absorbiert. Die Mengen variieren dabei je nach Baumart, Lichtintensität, Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit des Standorts etc. Je älter Bäume werden, umso mehr Biomasse entsteht, gleichzeitig verlieren sie aber auch Blätter und Äste, und natürlich können einzelne Bäume auch absterben, so dass eine gewisse Menge CO2 wieder freigesetzt wird. Unterdessen wachsen auf natürlichem Wege neue Bäume nach, so dass über den zeitlichen Verlauf hinweg ein Gleichgewicht im Wald entsteht und anhand der Biomasse genau bestimmt werden kann, wieviel CO2 insgesamt im Wald gebunden ist. Die Entstehung dauerhafter Wälder ist immer Ziel unserer Projekte.
Die Angabe der Absorptionsleistung eines Baumes ist daher immer nur ein grober Durchschnittswert. Als Faustformel lässt sich sagen, dass ein Baum in Deutschland pro Jahr durchschnittlich 10 kg CO2 absorbiert. Für Projekte in Äquatornähe, bspw. Nicaragua, fällt dieser Wert höher aus, da die Bäume u.a. aufgrund einer ganzjährigen Vegetationsperiode das ganze Jahr wachsen können und nicht wie bei uns in Deutschland in ihrem Wachstum durch den Winter ausgebremst werden. 

5. Wie wird sichergestellt, dass der Wald auch langfristig bestehen bleibt?

Unser Ziel ist es neue Wälder zu pflanzen, die nachhaltig und langfristig bestehen bleiben. Deshalb werden die Aufforstungsflächen nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit bewirtschaftet. Dies bedeutet, dass einzelne Bäume entnommen und als nachwachsender Rohstoff verwendet werden – aber niemals mehr, als auf natürlichem Wege nachwachsen kann. Die natürliche Regenerationsfähigkeit des Waldes wird so in jedem Fall sichergestellt.
Da Wälder unter anderem zum Hochwasser- und Bodenschutz beitragen und eine dauerhaft zusätzliche Einkommensquelle für die Menschen vor Ort darstellen, hat die lokale Bevölkerung ein großes Interesse an der Erhaltung und dem Schutz der aufgeforsteten Waldflächen.
Gerade in den Projektländern des globalen Südens würde deshalb ein vollständiges Nutzungsverbot der Forstflächen eventuell zu Rodungen führen. Wichtig ist auch: Alle unsere Projekte werden gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt und geplant. Sie sind so konzipiert, dass die Projekte einen effektiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten und gleichzeitig einen essentiellen Mehrwert für die lokale Bevölkerung schaffen – Grundpfeiler für das dauerhafte Bestehen der Wälder. Alle internationalen PRIMAKLIMA-Projekte sind zudem nach anerkannten Qualitätsstandards zertifiziert. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
In Deutschland sind Wälder durch das Bundeswaldgesetz per se sehr gut geschützt. In Ausnahmefällen, die dazu führen, dass ein deutscher Wald einmal aufgrund eines gewichtigen Grundes weichen muss, müssen daher an anderer Stelle Flächen aufgeforstet werden.

6. Wem gehören die Bäume, die ich verschenke bzw. geschenkt bekommen habe?

Die jungen Bäume gehören nur im ideellen Sinne dem_der Beschenkten. Die Baumurkunde bestätigt, dass die eingetragene Anzahl Setzlinge gepflanzt werden kann bzw. konnte.
Es ist ein symbolischer Akt, durch den es möglich wird, dass kleine Pflanzen von 30 bis 100 cm Länge über Jahrzehnte wachsen können – und in diesem Prozess ständig Kohlendioxid aufspalten und Sauerstoff in die Luft abgeben. Die verschenkten Bäume gehen in das Eigentum desjenigen über, der die Flächen für die Anpflanzungen zur Verfügung gestellt hat.

7. Was wird verschenkt?

Es werden die Anschaffung und die Anpflanzung von Baumsetzlingen verschenkt. Außerdem wird durch die Spende die organisatorische Arbeit durch PRIMAKLIMA rund um die Pflanzungen ermöglicht. Die jungen Bäume selbst werden nicht tatsächlich verschenkt, vielmehr kann der_die Beschenkte sich über den positiven Umwelteffekt freuen, den die in seinem_ihrem Namen ermöglichte Anpflanzung von Bäumen hat.

8. Kann ich den Baumstandort über das Internet einsehen?

Auf Ihrer Urkunde finden Sie die individuelle Referenznummer Ihres Baumgeschenks. Diese können Sie auf unserer Website eingegeben und schauen, in welchem Projekt Ihre Bäume gepflanzt wurden.
Der exakte Standort Ihres Baumes kann leider nicht angezeigt werden. Die Kosten der Zuordnung jedes einzelnen Baumes zur jeweiligen Spende würden sehr hohe Verwaltungskosten verursachen und damit unserem Anspruch, die Spendengelder möglichst effizient direkt in die Projekte fließen zu lassen, widersprechen.
Ein weiterer maßgeblicher Grund liegt in der Natur. Bei einer Aufforstung müssen immer deutlich mehr Bäume gepflanzt werden, als schlussendlich (nach 100 Jahren oder mehr) auf der Fläche verbleiben. Aufgrund natürlicher Einflüsse sterben schon in den ersten Jahren einige Bäumchen ab (und machen damit Platz für andere). Eine Zuordnung eines konkreten Baums wäre deshalb schwer umzusetzen. Wir sehen die Spende eines Baumes daher so, dass dieser Baum einen Beitrag dazu leistet, dass ein gesamter Wald entsteht.
Weitere Informationen zu den aufgeforsteten Flächen finden Sie hier.

9. Welche Garantien habe ich, dass meine gespendeten Bäume auch tatsächlich gepflanzt werden?

PRIMAKLIMA ist ein gemeinnütziger Verein, der bereits seit 1991 Bäume im In- und Ausland gepflanzt hat und in diesem Bereich sehr erfahren ist. Sie haben die Garantie, dass jeder Baum, für den Sie bei uns spenden, gepflanzt wird. PRIMAKLIMA akquiriert regelmäßig neue Aufforstungsflächen. Für diese einzelnen Flächen wird vorher die zu pflanzende Anzahl Bäume festgelegt. Im Folgenden werden nun so viele verschenkte Bäume gesammelt, bis die Fläche vollständig mit Bäumen „beschenkt“ ist. Im Anschluss werden die geplanten Flächen fachgerecht bepflanzt und anschließend in regelmäßigen Abständen begutachtet und gepflegt. Sollten bis zur geplanten Pflanzperiode noch nicht genügend Bäume gespendet sein, sichert PRIMAKLIMA die Aufforstung der Fläche durch eine Vorfinanzierung ab.

10. Kann ich den Baum in Deutschland selber pflanzen?

Leider nein. Wir freuen uns, dass Sie bereit sind so viel Einsatz zu zeigen und selbst mitanpacken möchten. Damit das Anwachsen der kleinen Baumsetzlinge und die Entstehung eines neuen Waldes gesichert sind, arbeiten wir mit festen Kooperationspartnern zusammen, die langjährige Erfahrung mit Aufforstungsprojekten haben. Gepflanzt werden die Bäume aus biologischen Gründen immer im Frühjahr oder Herbst eines Jahres. Die Anleitung einzelner Privatpersonen zur Pflanzung eines Baumes wäre sehr zeit- und kostenintensiv und würde zwangsläufig dazu führen, dass Mehrkosten entstehen. Dies hätte zur Folge, dass Ihre finanzielle Unterstützung primär in den verwaltungstechnischen und organisatorischen Mehraufwand und nicht in die Entstehung neuer Wälder fließt.

11. Kann ich die Aufforstungsflächen besuchen?

In den ersten Jahren nach der Pflanzung sind die Flächen umzäunt, um sie vor Wildverbiss aber auch vor Betreten durch Menschen zu schützen. Die jungen Setzlinge sollen sich natürlich bestmöglich entwickeln. Mittels der Referenznummer auf Ihrer Baumurkunde können Sie aber natürlich schauen, wo sich die Fläche befindet, auf der die Bäume gepflanzt wurden. Weitere Informationen dazu finden Sie bei der Frage 14 „Kann ich den Baumstandort über das Internet einsehen?“.


Technische Fragen

12. Warum habe ich noch keine Urkunde erhalten?

Die Urkunden werden automatisch nach Zahlungseingang per E-Mail an Sie verschickt. Leider kann es manchmal aber auch vorkommen, dass die Mails im Spam-Ordner Ihres Mailkontos landen. Sollten die Urkunden auch dort nicht zu finden sein, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail.

13. Warum öffnet sich bei der Baumspende über die Website keine Eingabemaske für den Urkundentext?

Bitte probieren Sie die Durchführung der Spende über einen anderen Browser aus. Leider kann es vorkommen, dass durch bestimmte lokale Einstellungen im Browser Skriptfehler verursacht werden die verhindern, dass die Seite richtig dargestellt oder ausgeführt wird.


Weitere Unterstützungs- möglichkeiten

14. Kann ich aktiv tätig werden?

Wir freuen uns immer, wenn Menschen mit uns aktiv für den Klimaschutz eintreten. Leider können wir aus Kapazitätsgründen derzeit keine ehrenamtlichen Engagements vermitteln. Sie können uns aber gerne als Mitglied oder als Dauerspender_in unterstützen.

15. Kann ich bei PRIMAKLIMA Dauerspender_in werden?

Gerne können Sie uns auch regelmäßig unterstützen. Derzeit optimieren wir unsere Website, damit darüber in Kürze ganz bequem die Option der Dauerspende ausgewählt werden kann. Natürlich können Sie uns aber auch jetzt schon fortlaufend unterstützen, indem Sie  entweder einfach  einen Dauerauftrag einrichten (Unsere Kontodaten finden Sie hier) oder uns das ausgefüllte SEPA-Lastschriftformular zusenden. Den von Ihnen gewünschten Betrag buchen wir dann in den von Ihnen gewählten Abständen von Ihrem Konto ab.
Egal für welchen Weg Sie sich entscheiden, zu Beginn eines Jahres senden wir Ihnen selbstverständlich eine Sammelspendenbescheinigung für das vorherige Jahr auf dem Postweg zu. Bitte beachten Sie, dass wir für die Ausstellung der Spendenbescheinigung Ihre Anschrift benötigen und dass der Name des_der Spender_in mit dem_der Kontoinhaber_in übereinstimmen muss.

16. Wie kann ich Mitglied bei PRIMAKLIMA werden?

Wir freuen uns immer über besonders interessierte Menschen, die unsere Vision von einer Welt teilen, in der alle Verantwortung für das Klima übernehmen! Wenn Sie gerne Mitglied bei uns werden möchten, gibt es die Möglichkeit, einen Mitgliedsantrag zu stellen. Der reguläre Jahresbeitrag für Privatpersonen beträgt 50 €.
Als Mitglied werden Sie regelmäßig über die Arbeit von PRIMAKLIMA informiert und können auf der jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung über die weitere Ausrichtung des Vereins mitentscheiden.


Hintergrund unserer Arbeit

17. Was genau ist der Treibhauseffekt?

Unsere Erde ist mit einer Schicht klimawirksamer Gase umgeben, die von Natur aus vorhanden sind. Sie führen dazu, dass es auf der Erde warm genug und somit Leben möglich ist.

Langwellige Wärmestrahlung, die von der Erdoberfläche ausgeht, wird von dieser Gasschicht teilweise reflektiert und geht damit nicht in den Weltraum verloren. Aufgrund menschlicher Aktivitäten, vor allem durch die Verbrennung fossiler Energieträger (Erdöl, Erdgas, Kohle) und durch die Zerstörung von Wäldern, kommt es zu einer Anreicherung klimawirksamer Gase in der Atmosphäre. Kohlendioxid (CO2) spielt hierbei die wichtigste Rolle. Das bedeutet: der natürliche (lebensnotwendige) Treibhauseffekt wird durch den anthropogenen (vom Menschen verursachten) Treibhauseffekt verstärkt. Und das führt zu globalen Temperaturerhöhungen. Klimaextreme, die Leben gefährden, natürliche Systeme bedrohen und auch erhebliche finanzielle Schäden anrichten, sind die Folge und lassen sich schon heute in vielen der Regionen der Welt deutlich spüren.

18. Wie speichern Wälder Kohlenstoff langfristig?

Bäume nehmen durch mikroskopisch kleine Spaltöffnungen an ihren Blattoberflächen Kohlendioxid  (CO2) aus der Luft auf. Das CO2 wird als Rohstoff für die Photosynthese benötigt und dabei in Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O2) aufgespalten. Der Kohlenstoff wird in die Biomasse der Bäume eingebaut. Die Trockensubstanz eines Baumes besteht zur Hälfte ihres Gewichts aus Kohlenstoff, der ausschließlich aus dem CO2 der Atmosphäre stammt. Letztlich finden wir den Kohlenstoff also im Holz, der Rinde, den Wurzeln, Zweigen und Blättern – aber auch im Totholz am Boden und im Humus, der dem Waldboden aufliegt bzw. in ihn eingearbeitet ist.

Durch die Stoffwechselvorgänge innerhalb des Waldökosystems gelangt ein Teil des Kohlenstoffs wieder als CO2 zurück in die Atmosphäre. Solange der Wald aber wächst, d.h. die Biomasse insgesamt zunimmt, wird der Luft mehr CO2 entzogen als zurückgelangt. Aus diesem Grund und weil dieser Zustand in Wäldern über einen sehr langen Zeitraum anhält, stellen Wälder den effektivsten Landnutzungstyp im Zusammenhang mit Kohlenstoffspeicherung dar (abhängig von den Wachstumsbedingungen, den verwendeten Baumarten und einigen anderen Faktoren über mehrere Jahrzehnte bis deutlich über 100 Jahre).

Neben der eigentlichen Neuanpflanzung von Wäldern ist es für PRIMAKLIMA selbstverständlich eine wichtige Aufgabe, die neuen Aufforstungen sowie alter Wälder zu schützen.

19. Welche Risiken sind bei Aufforstungsprojekten zu beachten?

PRIMAKLIMA hat schon mehr als 14,8 Mio. Bäume im In- und Ausland gepflanzt und arbeitet mit verlässlichen Partnern zusammen.

Waldbrände, Stürme und Schädlinge können Waldflächen zerstören. Mit solchen Risiken sind die Wälder der Welt mehr oder weniger seit Jahrmillionen belastet, ohne dass dadurch die Balance im Kohlenstoffkreislauf bedeutend destabilisiert wurde. Waldzerstörungen dieser Art sind lokale Ereignisse, die vom globalen Gesamtsystem Wald mit seinen nachwachsenden Bäumen bzw. Wäldern auf natürliche Weise aufgefangen und "repariert" werden. Bei bewirtschafteten Wäldern kann der Mensch zusätzlich förderlich eingreifen.

Selbstverständlich ist die biotische Kohlenstoffeinbindung nur solange wirksam, bis sich die entsprechende herangewachsene Biomasse wieder zersetzt. Der damit gebundene Kohlenstoff würde wieder freigesetzt. Dies gilt jedoch nur unter der unwahrscheinlichen Annahme, dass die Fläche nicht erneut bepflanzt wird oder sich auf natürliche Art wieder zu Wald entwickelt.

Die Gefährdung der Kohlenstoffbindung hinsichtlich einzelner Aufforstungsflächen ist denkbar, kann aber durch fachgerechte Planung und Überprüfung deutlich minimiert werden. So werden Kompensationsprojekte beispielsweise möglichst auf mehrere, weltweit gestreute, eher kleine Projektflächen verteilt. Darüber hinaus garantieren die Projektzertifizierungen spezifische Sicherheitspuffer, die wie eine Versicherung, die im Schadensfall einspringt. Diese Puffer sorgen bei einzelner Flächen dafür, dass insgesamt im Projekt immer noch deutlich mehr Treibhausgas gebunden bleibt als kompensiert wurde. Sollte der extrem unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ein komplettes Projekt ausfällt, sorgt der weltweite, projektübergreifende Sicherheitspuffer des Standards für die Sicherheit der CO2-Einbindung.

20. Welche Vorteile hat nachhaltige Forstwirtschaft?

Durch nachhaltige Waldbewirtschaftung und die vielseitige Verwendung des Holzes kann der Verbrauch fossiler Energieträger weiter reduziert werden. Langlebige Holzprodukte wie Baumaterial und Möbel speichern nach dem Fällen eines Baumes Kohlenstoff viele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte lang. Holzprodukte können viele Stoffe ersetzen, die in ihrer Herstellung besonders energieaufwendig sind (z. B. Aluminium- oder Kunststoffprodukte).

21. Ist es besser, Pflanzungen in Deutschland oder im Ausland durchführen zu lassen?

Der Nutzen eines Baumes für den Klimaschutz ist weltweit gegeben – egal, wo Emissionen verursacht und wo sie ausgestoßen werden. Die Entscheidung der Spendenden für Projekte im In- oder Ausland wird daher oft nach persönlicher Neigung getroffen.

22. Erwirbt PRIMAKLIMA Eigentum an Flächen?

Grundsätzlich nicht. Die Rechte der Eigentümer_innen an einer Fläche bleiben unberührt. Der_Die Eigentümer_in verpflichtet sich lediglich in einem Vertrag mit PRIMAKLIMA, den Wald nachhaltig zu bewirtschaften. Auch an eventuellen Gewinnen aus nachhaltiger Forstwirtschaft ist PRIMAKLIMA nicht beteiligt. Allein die sogenannten Kohlenstoffrechte lässt sich PRIMAKLIMA vertraglich zuordnen.  

Testurteil „sehr gut“ für PRIMAKLIMA von der Stiftung Warentest

Die Zeitschrift Finanztest (März 2018) hat die Kompensations-angebote von sechs Organisationen kritisch unter die Lupe genommen. Als einer von drei Anbietern wurde PRIMAKLIMA mit der Gesamtnote „sehr gut“ bewertet.
Weitere Informationen zum Test und den Ergebnissen

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Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

PRIMAKLIMA e.V.
Steinhaus 1
51429 Bergisch Gladbach

E-Mail: info@primaklima.org
Telefon: 02204 - 508 940-0